Entwicklungsachse A1

Regionalmanagement
Entwicklungsachse A1

Ein Bauvorhaben solchen Ausmaßes wie das der Fehmarnbelt-Querung bedeutet nicht nur die punktuelle Veränderung, sondern zieht großräumige Entwicklungen nach sich. Um die gewünschten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, kulturellen, touristischen Möglichkeiten der Querung auszuschöpfen, ist die Anpassung der verkehrstechnischen Möglichkeiten unumgänglich. Um dieses mit Augenmaß auf die Menschen in der Region, auf die Natur und auf die örtlichen Begebenheiten zu tun, sind umfangreiche Studien erstellt worden.  

Der Bau der festen Querung über den Fehmarnbelt ist eines der zentralen Verkehrsprojekte in Europa und trägt zum Ausbau des transeuropäischen Netzes bei. Das Projekt umfasst auch den Ausbau der Hinterlandanbindung von Straßen und Schienenwegen. Neben diesen strukturellen Maßnahmen steht die Entwicklungsperspektive der Region entlang der Landesentwicklungsachse A1 zwischen Puttgarden und Hamburg im Mittelpunkt der Betrachtung. Einer derart umfassenden Veränderung der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Situation kann nur in der Gemeinschaft und im Dialog mit den Menschen der Region begegnet werden. So haben sich die Kreise Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Segeberg, die Stadt Lübeck sowie die IHK Lübeck unter der Federführung des Kreises Ostholsteins entschlossen, ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) zu erarbeiten.

Das REK, beschäftigt sich mit der Entwicklung dieses Gebietes mit den Schwerpunkten Verkehr, Tourismus und Wirtschaft. Im Zuge des REK wurden Workshops, Umfragen und Informationsveranstaltungen auf deutscher und dänischer Seite durchgeführt. Das Konzept vermittelt Möglichkeiten und Lösungsansätze für verschiedene Problemfelder: Beispiel Nachnutzung von Fährhäfen, Lärmschutzmaßnahmen, Verkehrsverlagerung, etc. Aber auch die erwarteten Folgen wie die Gewinnung von Arbeitsplätzen und die Aufwertung der Region mit ihren neuen Möglichkeiten.

Die Erarbeitung des Konzepts wurde in zwei Phasen unterteilt: In Phase I wurde zunächst eine regionale Stärken- und Schwächen-Analyse erarbeitet. Darauf aufbauend wurden regionale Entwicklungsziele sowie Handlungsprioritäten zur Nutzung der wirtschaftlichen Chancen durch die feste Querung entwickelt. In Phase II stand die Entwicklung und Planung von konkreten Maßnahmen zur Nutzung der Chancen und Reduzierung der Risiken im Mittelpunkt.  
Die mit der Erarbeitung des REK eingeleitete Kommunikation und Zusammenarbeit soll auch nach Projektende fortgesetzt werden. Daher haben sich die am REK beteiligten Partner auf das Regionalmanagementprojekt „Regionale Zusammenarbeit an der Entwicklungsachse A1“ verständigt mit dem Ziel, die begonnene Kooperation zu vertiefen und ausgewählte, im Rahmen des REK identifizierte Projekte umzusetzen.
Die regionale Zusammenarbeit an der Entwicklungsachse A1 soll die Region in die Lage versetzen, die bestehenden Potenziale der Region sowie die Chancen einer festen Fehmarnbelt-Querung regionalwirtschaftlich noch besser zu nutzen.

 

www.kreis-oh.de

Ausführende Institute: Georg & Ottenströer (Hamburg) und Regionnomica (Berlin)
www.georg-ic.de

 

Download Abschlussbericht REK

 

Download Stand der Aktivitäten vom 30.11.2011