Regionale Entwicklung

Regionale Entwicklung

Der Kreis Ostholstein liegt im Zentrum der Fehmarnbelt-Region und wird von den Veränderungen der festen Fehmarnbelt-Querung (FBQ) am stärksten betroffen sein. Das größte Infrastruktur-Projekt in Europa wird über einen langen Zeitraum das Geschehen im Kreis beeinflussen, manche Belastungen aber auch Chancen und Wachstum mit sich bringen. Seit Jahren bereiten sich die damit verbundenen Behörden, Unternehmen und Organisationen auf dieses Ereignis vor. Der Kreis Ostholstein ist aktiv in diese Vorbereitungen eingebunden und versucht durch Analysen, Konzepte, regionale Foren und Arbeitsgremien, Workshops und Veranstaltungen sowie eine vielseitige Informationsarbeit die Entwicklungschancen für die Region zu nutzen und die Risiken zu minimieren.

Ein Regionales Entwicklungskonzept (REK), das im August 2010 fertig gestellt wurde, zeigt Möglichkeiten der festen Querung für die Region auf. Zusammen mit den Kreisen Stormarn, Segeberg, Herzogtum Lauenburg und der Hansestadt Lübeck sowie der Industrie- und Handelskammer Lübeck hatte der Kreis Ostholstein für die Erarbeitung des Konzeptes die Arbeitsgemeinschaft Georg& Ottenströer sowie Regionomica beauftragt. Mit der Vorlage des Konzeptes soll die gemeinsame Arbeit der am REK beteiligten Kreise und Akteure jedoch nicht zu Ende sein: Eine Fortsetzung der Gespräche und gemeinsamen Initiativen ist über das Folgeprojekt „Zusammenarbeit an der Entwicklungsachse A 1“ vorgesehen.+


Ein weiteres wichtiges Thema für Ostholstein ist die infrastrukturelle Hinterland-Anbindung der neuen Belt-Querung. Wie können die Einschränkungen und Belastungen für die betroffenen Orte und deren Anwohner, aber auch für Urlauber und Tourismusbetriebe möglichst gering gehalten und Lärmbelastungen durch den anwachsenden Schienenverkehr bestmöglich vermieden werden? Antworten darauf wurden in der sogenannten „Betroffenheitsanalyse“ im Auftrag des Kreises Ostholstein erarbeitet. Durch Workshops in den betroffenen Gemeinden entlang der Schienenstrecke zwischen Puttgarden und Bad Schwartau wurden auch die lokalen Belange, Interessen und Problempunkte in der Analyse erfasst und ausgewertet.


Neben den zahlreichen Aktivitäten auf Kreisebene sind darüber hinaus auch grenzübergreifende Projekte und Initiativen entstanden, um schon vor dem Bau die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Zu den wichtigsten Aktivitäten des Kreises in diesem Bereich zählen unter anderem das Fehmarnbelt-Komitee und das Fehmarnbelt-Büro in Eutin. Beide Aktivitäten sind Bausteine des dänisch-deutschen Kooperationsprojektes „Regionalmanagement Fehmarnbelt-Region“, das aus Mitteln des EU-Programms „INTERREG IVa“ kofinanziert wird.


Verschiedene Broschüren, Hintergrund-Informationen und Downloads zu den Themen: Betroffenheitsanalyse, Hinterlandanbindung, REK und weiteren Inhalten findet man auf der Webseite des Kreises www.kreis-oh.de/fehmarnbelt

 

Entwicklungsgesellschaft Ostholstein

Die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (egoh) ist die für alle Belange der regionalen Wirtschaft bezüglich der Festen Fehmarnbelt-Querung zuständig. Hierzu zählt die direkte Vertretung der Interessen für den Wirtschaftsstandort Ostholstein sowie eine Begleitung der bedeutenden Gremien. Gemeinsam mit dem Kreis Ostholstein, der IHK zu Lübeck und der Stadt Fehmarn arbeitet die egoh an der Entwicklung eines Regionalmanagements.  
www.egoh.de

 

Fonden Femern Belt Development

Die feste Querung über den Fehmarnbelt schafft einen effizienten Verkehrskorridor zwischen Skandinavien und dem Kontinent und bringt Städte wie Stockholm, Kopenhagen/Malmö und Hamburg näher zusammen. Dies wird tiefgreifende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Nordeuropa haben und durch die neue Infrastruktur zu mehr Wachstum in den angeschlossenen Regionen führen.

Fonden Femern Belt Development ist eine gewerbliche Stiftung, deren Betrieb unter anderem von der Region Seeland, dem Wachstumsforum Seeland und den Kommunen finanziert wird. Die Stiftung ist eine Entwicklungsgesellschaft, die als Initiator von Prozessen daran mitwirkt, das Wachstumspotenzial der künftigen festen Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark optimal zu nutzen.

Die Stiftung arbeitet mit den Kommunen, der Wirtschaft, den
Jobzentren/Beschäftigungsregionen und Ausbildungsinstitutionen (unter anderem in der Region Sjælland) sowie mit der entsprechenden Organisation auf der deutschen Seite der Fehmarnbelt-Region zusammen. Dazu gehören das Fehmarnbelt-Komitee und die beiden Fehmarnbelt-Büros in Eutin und im dänischen Holeby. Hier wurde eine Anlaufstelle für Bürger und Unternehmen geschaffen, die u.a. Grenzpendler oder am dänischen Arbeitsmarkt Interessierte über relevante Themen zur sozialen Sicherung im Nachbarland informiert.

Die Fehmarn Belt Stiftung hat fünf Fokusgruppen gebildet, die sich jeweils mit den Themen Wirtschaftsentwicklung, Arbeit und Ausbildung, Verkehr, Tourismus und Ansiedlung sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit beschäftigen. In diesen Bereich fällt auch das Interreg-Projekt „Regionalmanagement Fehmarnbelt-Region“, das gemeinsam mit dem Leadpartner Kreis Ostholstein, dem Fachdienst Regionale Planung, begleitet wird. Die Zusammenarbeit wird auch in der Kooperation Fehmarnbelt Business Council (FBBC) gestärkt. Die Fehmarn Belt Stiftung ist Projektpartner der IBU-Øresund. Hier werden Entwicklungsmaßnahmen in der Öresund- und der Fehmarnbelt-Region koordiniert.

Die wichtigsten Schritte über die fortschreitende Entwicklung in der Region kann man auch in der dänisch-deutschen Ausgabe der Zeitung „Fehmarnbelt direkt“ verfolgen. Die Zeitung  liegt in Deutschland der Lübecker Nachrichten bei. Auf dänischer Seite werden sie über Folketidende, Dagbladet und verschiedene Amtsblätter verteilt. Zudem ist sie auf der Webseite der Fehmarn Belt Stiftung einzusehen.

Deutsch-dänische Website:
www.femern-info.de

Interreg-Projekte unter:
www.fehmarnbeltregion.net

Europäisches Förderprogramm Interreg

Das INTERREG-Programm fördert die Zusammenarbeit zwischen den Städten, Regionen und Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die EU fördert besonders Projekte, die zum Abbau wirtschaftlicher  und räumlicher Unterschiede beitragen. Die grenzübergreifende Zusammenarbeit für die Fehmarnbelt-Region wird über das Programm Interreg IVA gefördert. Die Weiterentwicklung der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Zusammenarbeit in benachbarten Grenzregionen auf der Grundlage gemeinsamer Strategien und Entwicklungsprogramme ist das Ziel.


Die Fehmarnbelt-Region umfasst das folgende Gebiet: Auf dänischer Seite die Region Sjælland (Seeland) mit einer Bevölkerung von etwa 810.000 Menschen und auf deutscher Seite die Kreise Ostholstein und Plön sowie die Hansestadt Lübeck mit insgesamt etwa 560.000 Menschen. Schon seit Beginn des ersten Interreg-Programms in den 90er Jahren, nutzten die deutschen und dänischen Partner die Chance zu grenzübergreifenden Projekten. Im neuen Förderzeitraum (2007-2013) sind viele, interessante Projekte hinzugekommen, die in zwei Schwerpunktgruppen aufgeteilt sind: Zum einen Wirtschaft, Innovation, Maritimes und Umwelt. Die andere Gruppe wird unter dem Begriff grenzüberschreitende Strukturen behandelt und umfasst die Themen Bildung, Integration, Arbeitsmarkt, Chancengleichheit oder regionale Identität.


Projekte, eine Projektpartnerbörse und weitere Informationen zu Interreg IVA auf:

www.fehmarnbeltregion.net

 

Weitere Informationen auch auf folgenden Seiten
Interreg IVB Ostseeraum

www.eu.baltic.net
www.netzwerk-laendlicher-raum.de
www.bbsr.bund.de