
Norddeutschland ist eine Hochburg für Wissenschaft und Forschung. Das große wissenschaftliche Potential spiegelt sich in folgenden Zahlen wider: An zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind über 10.000 Wissenschaftler in Hamburg und Schleswig-Holstein tätig. Hinzu kommen die Mitarbeiter der Unternehmen, die sich in den Bereichen Life Science, Nano-Technologie, Meereskunde- und Technik, Ernährung, Medizin, Medizintechnik, Klimaforschung und weiteren Themenfeldern vielfältig betätigen.
Eine aktuelle Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft belegte jüngst den Spitzenplatz der Norddeutschen in den Bereichen Forschung und Entwicklung im Bundesvergleich. Das gesammelte Wissen ist ein kostbares Gut von unschätzbarem Wert. Austausch, Netzwerke und Zusammenarbeit über alle Ländergrenzen hinweg bündeln Kompetenz, fördern Innovation und schaffen Zukunftsstrategien für Themen, die alle Länder gleichsam beschäftigen.
Eines der spektakulärsten Beispiele für die Bedeutung des Wissenschaftsstandortes Norddeutschland ist der European XFEL. Vor den Toren Hamburgs auf dem Areal des Deutschen Elektronen-Synchrotons (DESY) in Bahrenfeld entsteht die leistungsstärkste Röntgen-Lichtquelle der Welt. 13 Länder investieren mehr als eine Milliarde Euro in dieses Projekt.
Im Zuge der Planungen einer festen Fehmarnbelt-Querung haben sich auf verschiedenen Ebenen Projekte, Initiativen und Netzwerke zusammengeschlossen. Eine Vielzahl der Aktionen wird politisch durch STRING, einer internationalen Verwaltungskooperation in der südwestlichen Ostseeregion, begleitet. Darunter auch der XFEL. In der STRING-Kooperation sind die fünf Partnerregionen Schleswig-Holstein, Hamburg, Seeland (Dänemark), Hauptstadtregion Kopenhagen (Dänemark) und Skåne/Schonen (Schweden) zusammengeschlossen. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen die Themen Forschung und Wissenschaft, Regionalpolitik, Wirtschaft, Kultur, Klimaschutz und erneuerbare Energien.
Bestehende Projekte, Netzwerke, Kooperationen:
Europäische Spallations-Neutronenquelle (ESS) und Schwedisch/Nordic Baltic Synchroton (MAX IV) in Lund/Kopenhagen
European X-Ray (XFEL) in Hamburg: Der Aufbau eines wissenschaftlichen Clusters
Aufbau eines Wissenschafts- und Innovations-Cluster im Bereich
Mit dem Ziel ein breiteres Netzwerk im Ostseeraum zu schaffen und einen wissenschaftlichen Korridor von Oslo nach Hamburg zu entwickeln.
Um das Profil als exzellente und hervorragend vernetzte Wissenschafts- und Innovationsregion weiter auszubauen, will sich der Initiativkreis HanseBelt mit der Idee einer „HanseBelt Universität“ für eine engere Kooperation im Verbund mit Hamburg und der Öresundregion einsetzen. Mit der HanseBelt Universität soll eine Plattform für die Entwicklung einer engeren Hochschulzusammenarbeit geschaffen werden.
Ziel einer solchen Kooperation soll es sein
Der Ausbau der Kooperation soll dabei an den vorhandenen Kompetenzen der Hochschulen im HanseBelt anknüpfen und in enger Abstimmung und orientiert an den Zukunftsanforderungen der Wirtschaft im HanseBelt erfolgen.
In einem ersten Schritt haben die Präsidenten der Hochschulen in Lübeck und Wismar unter Beteiligung des Initiativkreises HanseBelt und der IHK zu Lübeck im Dezember 2009 eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sie sich zu dieser engen Kooperation untereinander und mit den Hochschulen in der Öresund Region, Hamburg und Schleswig-Holstein bekennen und entsprechende konkrete Schritte zur Verwirklichung vereinbaren.
Zur Stärkung von Exzellenz im Wissenschaftsbereich wird eine vertiefte Kooperation zwischen den norddeutschen Hochschulen und Fachhochschulen in den Bereichen Lehre, Forschung und Technologietransfer angestrebt. Hier soll das MORO Nord-Projekt "Campus Nord - Hochschulkooperation" gemeinsame Fördermaßnahmen und Kooperationsprojekte initiieren. Über die deutsche Staatsgrenze hinweg soll auch die süddänische Universität eingebunden werden.
Netzwerk von Netzwerkern, die die Entwicklung einer ScanBaltBioRegion als global wettbewerbsfähige Meta Bio Tech-Region fördert. Weitergehende Informationen unter Gesundheit/Lifescience.
Herausragende Leistungen, Forschungsschwerpunkte sowie einen Überblick der Wissenschaftslandschaft und zu den Themen Excellenscluster und „Leuchtturmprojekte“ finden Interessierte auch auf den Seiten der Landesregierung.
www.schleswig-holstein.de/wissenschaft
Download:
Wissenschaftslandkarte Norddeutschland: Unter dem Motto „Wo der Norden Wissen schafft“ haben die vier norddeutschen Kammern eine Wissenschaftslandkarte von Flensburg bis Hamburg und von Büsum bis Geesthacht veröffentlicht. (Quelle: Wirtschaftsministerium Wissenschaft)
Quelle: (www.schleswig-holstein.de/Wissen/DE/Service)
Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein unter