
Europas größtes Infrastruktur-Projekt wird derzeit am Fehmarnbelt geplant: Bereits im Jahr 2018 sollen die Menschen in der Region die 19 km breite Meerenge zwischen Fehmarn und Lolland mittels Brücke oder Tunnel überqueren können. Nach der Zustimmung zum dänisch-deutschen Staatsvertrag durch die politischen Gremien in Berlin und Kopenhagen im Jahr 2009 beginnen nun die konkreten Planungen für die feste Fehmarnbelt-Querung, damit 2012 der erste Spatenstich erfolgen kann.
Für die Planung, den Bau und Betrieb der Brücke oder des Tunnels ist laut Staatsvertrag allein das Königreich Dänemark verantwortlich. Mit der Realisierung des Projektes wurde die dänische Planungsgesellschaft Femern A/S beauftragt. Im Auftrag von Femern A/S werden zurzeit umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, unter anderem zu den Umweltauswirkungen der Brücke bzw. des Tunnels. Die deutsche Seite ist für den Ausbau der Straßen- und Schieneninfrastruktur auf deutschem Gebiet verantwortlich. Das Bundesverkehrsministerium hat daher bereits entsprechende Planungsaufträge für den Ausbau der sogenannten „Hinterlandanbindung" vergeben.