Sorge über Verlängerung der Grenzkontrollen am Fehmarnbelt
Die dänische Regierung hat entschieden, die Grenzkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze bis zum 12. November 2016 zu verlängern.
30.06.2016

Obwohl die Kontrollen nur stichprobenartig durchgeführt werden, beobachtet das Fehmarnbelt-Komitee die Entwicklung sehr genau und äußert sich besorgt über die Verlängerung.

Das Fehmarnbelt-Komitee setzt sich für eine zusammenhängende deutsch-dänische Grenzregion über den Fehmarnbelt ein und Grenzkontrollen sind mit diesem Ziel nicht vereinbar. Insbesondere wird für die anstehende Ferienzeit und zugleich Hochsaison für Reisen über den Fehmarnbelt gehofft, dass die Grenzkontrollen nicht zu Verspätungen für die Reisenden führen und somit der Eindruck von einer bestehenden Grenzbarriere erweckt wird.

Sobald der Bau der festen Fehmarnbelt-Querung beginnt, wird mit wesentlich mehr Grenzverkehr gerechnet, sodass Passkontrollen an der Grenze das falsche Signal darstellen. Die Grenzkontrollen sind als Antwort auf die aktuelle Flüchtlingskrise eingeführt worden und diese gemeinsame Flüchtlingskrise sollte durch gemeinsame EU-Maßnahmen gelöst werden. An den offenen Grenzen innerhalb der EU muss nach Meinung des Fehmarnbelt-Komitees festgehalten werden.

Die Einführung von Passkontrollen hat am Øresund zu starken Beeinträchtigungen und einer wesentlich längeren Reisezeit für alle, besonders für Pendler geführt. Es wird befürchtet, dass eine Passkontrolle aller Reisenden über den Fehmarnbelt negative Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Bürger und insbesondere die weiteren Entwicklungschancen in Bezug auf den Zuzug von internationalen Firmen haben wird, sodass Wachstum und Entwicklung in der Region gefährdet sind.